• 750 km Laufstrecke zurückgelegt
  • 4 Tage und 3 Nächte Zeit, um von Osnabrück durch 5 Länder nach London zu laufen
  • 20 s4acwlerInnen, die ihre Freizeit und Energie für die gute Sache einbringen
  • 1 besondere Friedensbotschaft im Gepäck
  • 37.119 € für die Kinder der SOS-Kinderdörfer gesammelt
    … und doch war dieser Benefizlauf so viel mehr, als Zahlen es ausdrücken könnten.

Am 1. Juni bei bestem Wetter schickte uns der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert gemeinsam mit zahlreichen FreundInnen, PartnerInnen und langjährigen Unterstützern auf den Weg. Stärken konnten wir uns noch mal mit einem guten Frühstück bei unserem Partner Porsche Zentrum Osnabrück, bevor wir uns zielstrebig mit zwei Wohnmobilen (Dank an Udo Lewandowsky und Familie), zwei Begleitfahrzeugen (Dank an die Fa. Kotte) und natürlich auf zwei Beinen (Dank an … unsere Körper) Richtung deutsch-niederländischer Grenze machten.

Jeder Benefizlauf ist einmalig

Sonne, Regen, schlechte Straßen, (sehr) kurze Ruhephasen, Sonnenauf- und -untergänge, Läufe durch landschaftliche schöne und oft weniger schöne Gegenden, kurze Duschstopps (Dank an die beiden Golfclubs), immer zäher und zehrender werdende 10 km-Etappen für die LäuferInnen und auch RadfahrerInnen und und und … Die emotionale und physische Belastung eines solchen Laufs über vier Tage und drei Nächte zu beschreiben, kann nie wirklich gelingen. Zu vielfältig sind die Eindrücke und Entbehrungen, aber auch die vielen unvergesslich schönen Momente, die jede und jeder von uns TeilnehmerInnen erlebt hat. Auch für John und Sven, die bislang bei jedem Benefizlauf von s4acw dabei gewesen sind, dürfte dieses Jahr wieder neue und unerwartete Erlebnisse bereitgehalten haben.

Fünf Länder in vier Tagen

Nachdem wir die Niederlande (u.a. mit einem Zeichen gegen Rassismus in Eindhoven) durchquert hatten, ging es in Belgien über Antwerpen (auch dort mit einem Statement gegen Fremdenhass) Richtung Küste. Dort am Sonntag angekommen, ließen es sich einige von uns nach den fordernden Tagen und Nächten nicht nehmen und gönnten sich ein kurzes Bad im Atlantik. Körperlich und mental erfrischt, konnten die letzten Etappen durch Frankreich bis Dünkirchen angegangen werden, wo wir am Sonntagabend die Fähre nach Dover bestiegen. England – das fünfte Land auf unsere Liste, aber das London nun mal nicht an der Küste liegt, stand noch eine Nacht und ein Morgen auf unserem Streckenplan. Gespickt waren die finalen Etappen mit einigen besonderen Herausforderungen: hügelige Strecken, enge Straßen, kaum Fuß- geschweige denn Radwege und teilweise so engem Heckenbewuchs, dass eigentlich ein Durchkommen nur für unsere LäuferInnen und RadfahrerInnen möglich war. Aber das Ziel im Blick und dank toller Teamarbeit stellten diese Herausforderungen keine echten Hindernisse für uns da, sodass wir pünktlich die Metropole London erreichten. Dort warteten bereits einige PartnerInnen und FreundInnen, sowie das Team um Eli auf uns, um gemeinsam die letzte nochmals spektakuläre Etappe durch das wuselige London ins Auge zu fassen.

Empfang beim Bürgermeister und Kranzniederlegung

Das Ziel bildete das Mansion House, der Sitz des Londoner Bürgermeisters. Dort überreichten wir die Friedensbotschaft, die uns Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert für seinen Kollegen in London, Neil Redcliffe (der seinen abwesenden Kollegen Charles Bowman vertrat), mitgegeben hatte. Hiermit stellten wir uns im Namen der Friedensstadt Osnabrück solidarisch an die Seite der BewohnerInnen Londons und insbesondere der Angehörigen der Opfer des Terroranschlags vom 3. Juni 2017. Zudem legten wir an der London Bridge, dem Ort des Anschlags, einen Kranz nieder.

Das stille Gedenken bildete für uns zusammen mit der Übergabe der Friedensbotschaft das emotionale Finale des kräftezehrenden Laufs von Osnabrück nach London. Mit seinem besonderen britischen Charme dankte Neil Redcliffe uns für diesen außergewöhnlichen Einsatz und sprach uns gegenüber eine Einladung an seinen Osnabrücker Kollegen Wolfgang Griesert als Zeichen der Verbundenheit zwischen den beiden Städten aus. Voller Stolz nahm John diese überraschende Einladung entgegen, die noch einmal ganz deutlich macht, wie wichtig Zeichen und Taten für Verständigung und Toleranz sind.

Einsatz für die Kinder der SOS-Kinderdörfer

Fehlt da nicht noch was? Natürlich ja, denn was wären unsere Läufe ohne die Scheckübergabe an unsere Projektpartner. Wobei sich unsere Partnerschaft mit SOS-Kinderdörfer weltweit nicht nur auf 2018 sondern auch auf 2019 erstreckt. Doch was in den nächsten zwölf Monaten alles auf die Beine gestellt wird, soll an anderer Stelle Thema sein. Hier in London freuten wir uns, Eli von SOS-Kinderdörfer weltweit einen Scheck über mehr als 37.000 € überreichen zu können. Ein erster Beitrag von uns, um die Kinder in den weltweit verteilten SOS-Familien unterstützen zu können.

… viele bleibende Eindrücke von einem Lauf, der 2019 seine Fortsetzung finden wird. Uns Sportler 4 a childrens world hat er mal wieder gezeigt, was mit vereinten Kräften möglich ist. Wir freuen uns auf das kommende Jahr und auf all die in 2018 noch anstehenden Aktionen.

An dieser Stelle und von Herzen Danke allen SpenderInnen, SponsorInnen
und den vielen UnterstützerInnen im Hintergrund!
Ganz egal, wie groß euer/ihr Beitrag ist: ohne diesen könnten wir
nicht Jahr für Jahr Kindern in Deutschland und der Welt helfen und
Zeichen für Frieden und Toleranz setzen.

Fotos von Michael Helweg (Clean Fotostudio) …

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… und folgende Links führen zu Fotos von Michael Steins:

1. Tag – Start in Osnabrück und ab in die Niederlande

2. Tag – Nach den Niederlanden ein mal quer durch Belgien

3. Tag – Entlang der Küste nach Frankreich und per Fähre nach England

4. Tag – Finale Kilometer in England und Zieleinlauf in London